N4YK nanny4yourkid Magazin Thema die Macht der Gefühle Beitrag Mensch freu dich dich doch

Euphorie, Wut, Traurigkeit und Liebe – die Macht der Gefühle.

Es ist noch nicht lange her, da waren sicht­bare Gefühle nicht gerne gese­hen. Wenn Gefühle die Kontrolle über Menschen über­nah­men, dann galt das als Kontroll­ver­lust. Seine Gefühle beherr­schen und kontrol­lie­ren zu können, war die Kunst der Stunde. Aber im Laufe der Zeit erkannte die Pädago­gik und die Verhal­tens­for­schung, dass Gefühle einen Sinn haben.

Dass Gefühle sinn­voll, wich­tig und gesund sind. Sich nicht zu ärgern bedeu­tet nämlich bewusst, sich selbst und seinem Umfeld seine Empfin­dun­gen nicht zu zeigen. Dabei sind Gefühle die Reak­tion, um Hormone und Boten­stoffe auszu­sen­den. Um Prozesse ablau­fen zu lassen. Werden Gefühle aber syste­ma­tisch unter­drückt, dann wird man gefühl­s­arm. Dabei schüt­zen und befä­hi­gen uns Gefühle. Vor allem, der wich­ti­gen Intui­tion zu folgen. Gefühle sagen uns weit vor dem Denken, was richtig und was falsch ist. Was gut ist und was schlecht ist. Ein ungu­tes Gefühl zu haben, heißt, diesem auch zu folgen. Ebenso wie einem guten Gefühl.

Kindern sollte die Viel­zahl von Gefüh­len bekannt sein. Sie soll­ten lernen, diese zu benen­nen. Und diese auch zu empfin­den. Ich bin begeis­tert, ich bin trau­rig, ich bin wütend usw.

Und nach­dem sie Bekannt­schaft mit Gefüh­len gemacht haben und diese kennen, soll­ten sie lernen, diese zu verste­hen. Gefühle sollen sicht­bar sein und müssen raus. Damit das Kind selbst weiß, worum es geht, und auch die Perso­nen, die es umge­ben. Trau­rig sein und Trau­rig­keit selbst empfin­den und sicht­bar machen, sind völlig verschie­dene Dinge. Die Antwort von Erwach­se­nen: Da musst du nicht trau­rig sein – ist da nicht sehr hilf­reich. Ebenso die Frage: Warum bist du nicht glück­lich? Anstatt zu fragen: Was macht dich trau­rig? Und: Was brauchst du, um glück­lich zu sein.

In der moder­nen Pädago­gik achtet man darauf, dass Kinder die Selbst­re­gu­la­tion – also mit Gefüh­len umge­hen zu können – erler­nen. Unse­ren Nannys ist das bekannt. Und die älte­ren Fami­li­en­mit­glie­der werden sich wohl daran gewöh­nen müssen.

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