Eine Erkenntnis und Faktor in der Früherziehung ist das Vorlesen. Als Bestandteil, als Ritual um beste Vorraussetzungen für eine blühende Fantasie und kreative Intelligenz zu schaffen.

Kindern vorlesen ist so unendlich wertvoll.

Die Entwick­lung einer blühen­den Fanta­sie ist gleich­be­deu­tend mit der Entwick­lung von Intel­li­genz und Krea­ti­vi­tät. Ein bewähr­tes Trai­ning dieser Fähig­kei­ten ist das Vorle­sen. Es inspi­riert, moti­viert und trai­niert Kinder stän­dig, sich viele eigene Bilder von Erzäh­lun­gen zu machen. Es beschäf­tigt Kinder. Was ist passiert? Wie geht es weiter?

Von fernen Ländern. Von ande­ren Zeiten. Von großen Drachen. Von Zwer­gen, Zaube­rern und magi­schen Land­schaf­ten, mit Burgen, Schlös­sern und Rittern. Vom kleins­ten unschein­ba­ren Detail bis zu ganzen König­rei­chen. Emotio­nen in allen ihren Ausprä­gun­gen und der großen Viel­falt zu entde­cken. Gefühle zu verste­hen. Nicht nur, dass eine beson­dere Quali­tät zwischen Groß und Klein, Eltern und Kindern entsteht. Das Vorle­sen in allen seinen Facet­ten entfal­tet magi­sche krea­tive Kräfte im Kind.

Zudem wird es ange­hal­ten zu lernen, sich einen Teil der Geschichte zu merken. Es muss sich Perso­nen merken, Orte, Abläufe, Gescheh­nisse, Hand­lun­gen. Den Hand­lungs­strang nach­voll­zie­hen lernen. Was so spie­le­risch rüber­kommt, hat einen tiefe­ren Sinn. Und das funk­tio­niert nur und ausschließ­lich beim Vorle­sen und beim Geschich­ten­er­zäh­len. Die Wieder­ho­lung macht auch hier den Meis­ter. Durch das stän­dige Wieder­ho­len des Vorle­sens lernt das Kind unent­wegt hinzu. Und sammelt zudem Wissen an. All das geht mit der digi­ta­len Welt am Smart­phone und Tablet und vorm Fern­se­her nicht nur verlo­ren, sondern es verküm­mert. Weil all diese beschrie­be­nen Aspekte nicht trai­niert werden.

Und das Schlimmste: Ohne den Vorle­ser geht eine wich­tige Bezugs­per­son verloren.Ein Ritual. Eine vertraute Stimme vor dem Einschla­fen verstummt. Darum können wir nur dazu aufru­fen, das Vorle­sen weiter aufrecht­zu­er­hal­ten und unab­läs­sig in die Abläufe zu inte­grie­ren. Konstant. Konti­nu­ier­lich und kreativ.

Kinder soll­ten lernen, sich ihr eige­nes Bild von der Welt zu machen. Damit sie später die Fähig­keit erlernt haben, ihren eige­nen Weg nach den eige­nen Vorstel­lun­gen zu beschrei­ten. Zudem ist das Vorle­sen die wich­tige Vorbe­rei­tung für das Eigen­le­sen. Kinder, denen vorge­le­sen wurde, tun sich deut­lich leich­ter mit dem selb­stän­di­gen Lesen. Das Lesen in jegli­cher Form sollte Teil der Entwick­lung blei­ben. Wie die Bewe­gung. Die Bildung. Die Ernährung.

Man kann keine gesell­schaft­li­chen und kultu­rel­len Ansprü­che an die nächste Gene­ra­tion stel­len, wenn man den Zugang dazu nicht berei­tet hat. Deshalb schwär­men wir so vom Vorle­sen. Denn an guten und besse­ren Menschen kann man nie genug haben.

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