N4YK nanny4yourkid Das Nanny Magazin über die zeitgemäße Entwicklung einer wünschenswerten und erstrebenswerten Mentalität, die Überwindung als Wegbereiter versteht

Die Kunst, sich kinderleicht überwinden zu können.

Ein Philo­soph sagte: Die Inno­va­to­ren der Vergan­gen­heit werden nicht die Inno­va­to­ren der Zukunft sein. Mit Blick auf die Vergan­gen­heit muss man sich dieser Aussage anschlie­ßen. Es ist ein Kommen und Gehen.

Jede Zeit hat ihre Eigen­ar­ten und Eigen­schaf­ten. Aber es gibt da eine Reihe von grund­sätz­li­chen Prin­zi­pien, die es sich lohnt, genauer zu betrach­ten. Weil diese über alle Zeit hinaus Antrieb, Voraus­set­zung, Einstel­lung und Haltung waren und sind, um als Indi­vi­duum zu bestehen. Man könnte es kurz umschrie­ben mit dem Wort Menta­li­tät ausdrücken.

Wer weiter gehen will als viele zuvor, der benö­tigt seit jeher dafür die passende Haltung. Mit der Geburt eines Kindes betritt jeder Betei­ligte Neuland  und zwar gleich­zei­tig. Eine neue, gemein­same Reise beginnt. Und der Wunsch aller Betei­lig­ten ist es, dass es eine wunder­volle Reise wird. Aber es wäre nicht das Leben, wenn es diese Reise nicht mit Beson­der­hei­ten ausstat­ten würde. Das ist par excel­lence die Defi­ni­tion von Leben: der beson­dere Weg.

Der verständ­li­che Wunsch, hoch hinaus­zu­kom­men, ist somit weni­ger an objek­tive Voraus­set­zun­gen geknüpft, sondern mehr an die Menta­li­tät. Die Geschichte zeigt, dass es mehr­heit­lich nicht immer die besse­ren Voraus­set­zun­gen waren, die zu Höhe­rem geführt haben. Die Gebrü­der Wright, die Pioniere des Flie­gens, hatten deut­lich schlech­tere Voraus­set­zun­gen als viele andere. Aber sie hatten diesen mysti­schen Antrieb, wirk­lich flie­gen zu wollen. Sie woll­ten es mehr als alle ande­ren. Deshalb flogen sie auch als Erste mehr als alle ande­ren. Schaut man sich in der Zeit­ge­schichte um, wird einem immer wieder klar, dass Heraus­ra­gen­des meist verbun­den ist mit einem menta­len Zauber­trank. Einer Menta­li­tät, die alle Hinder­nisse zu über­win­den scheint. Egal wie oft. Egal wie hoch. Egal wie viel.

Zu dieser Art von Über­win­dung gehört das Schei­tern ganz natür­lich dazu. Das Über­win­den und das Schei­tern bedin­gen sich gegen­sei­tig. Das eine würde ohne das andere nicht exis­tie­ren. Es ist Voraus­set­zung und Grund­lage zugleich. Deshalb ist es für Kinder so wich­tig, dass sie selbst­stän­dig, selbst verur­sacht und selbst­be­stimmt schei­tern dürfen, sollen und müssen. In einer Gesell­schaft, in der aber nur das Gelin­gen und Gewin­nen zu zählen scheint, wird dieses wesent­lichste Merk­mal für eine beson­ders wert­volle Menta­li­tät gera­dezu verhin­dert. Wenn Kindern alle Arten von Enttäu­schun­gen verhin­dert und verwei­gert werden, wie sollen sie dann diese nötige Wider­stands­kraft entwickeln?

Wenn man Kindern jede Art von Schei­tern von vorn­her­ein aus dem Weg räumt, über welches Hinder­nis sollen sie dann noch klettern?

Das Über­win­den ist eine der wich­tigs­ten Haltun­gen, die einem Menschen zu eigen werden können – und zwar das stän­dige Über­win­den. Blicken wir auf heraus­ra­gende Musi­ker, Wissen­schaft­ler, Künst­ler oder Sport­ler, dann ist es die beein­dru­ckende Fähig­keit, sich zu über­win­den, die den Unter­schied macht.

Dinge einfach zu machen, ist somit hinder­lich, diese Fähig­keit zu erler­nen. Dass Eltern emotio­nal nur schwer mit den Enttäu­schun­gen ihrer Kinder umge­hen können, ist mit Blick auf die Empa­thie zwar nach­zu­voll­zie­hen, aber um eine bemer­kens­werte, uner­schüt­ter­li­che Resi­li­enz zu errei­chen, eher kontra­pro­duk­tiv. Dem Kind alles erspa­ren zu wollen, bedeu­tet gleich­zei­tig, dass es nichts mehr errei­chen kann. Wenn Kinder völlig ohne Über­win­dung alles errei­chen können, wofür lohnt es sich dann später noch, sich anzustrengen?

Natür­lich gibt es hier Gren­zen. Die Qualen, die Schmer­zen und jegli­che psychi­schen und physi­schen Angriffe einer falsch verstan­de­nen Form von Ehrgeiz braucht es nun wirk­lich nicht mehr, denn diese erschaf­fen Charak­tere, die es nicht mehr braucht. Ehrgeiz und Über­win­den dürfen nicht verwech­selt werden. Jeman­den dazu anzu­hal­ten, gegen seinen Willen seine eige­nen Gren­zen zu über­schrei­ten, stärkt die Persön­lich­keit nicht, sondern schwächt sie. Es geht darum, Ange­bote zu machen, Anreize zu liefern, Moti­va­tion zu äußern, Aner­ken­nung und Wert­schät­zung auszu­drü­cken – die Schritte müssen von selbst erfol­gen. Denn nicht jeder ist zu allem gebo­ren. Was für ein Glück. Sondern es geht allei­nig darum, einem Kind die Möglich­kei­ten zu eröff­nen, sich gemäß seiner Möglich­kei­ten, Leiden­schaf­ten, Neigun­gen, Fähig­kei­ten und Talente entwi­ckeln zu können.

Eine Nanny bietet Kindern diese Viel­falt, weil sie die nötige Zeit mitbringt. Und eine Nanny kann unter­stützen und helfen, diese Bega­bun­gen und Talente zu entde­cken und zu fördern. Eine Nanny kann eine Viel­zahl von Ange­bo­ten formu­lie­ren und je nach Bega­bung Unter­stüt­zung leis­ten. Denn auch Nannys brin­gen Eigen­schaf­ten mit, die einer geziel­ten Förde­rung zugu­te­kom­men. Es gibt Nannys mit exzel­len­ten Ausbil­dun­gen in Sprachen, Kunst, Musik, Sport, Wissen­schaft und allen mögli­chen gesell­schaft­lich rele­van­ten Fähig­kei­ten. Somit lohnt es sich, diese beson­de­ren Über­ein­stim­mun­gen in Erfah­rung zu brin­gen, damit hier mögli­cher­weise Leiden­schaft auf Leiden­schaft trifft.

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